Trauer um Klaus Augustin

Quelle: Neue Westfälische vom 03.05.2022

Der langjährige Funktionär verstarb im Alter von 87 Jahren. Als einer der Erfinder und Leiter des national renommierten Straßenrennens Gütersloh – Warstein – Gütersloh setzte der ehemalige 2. Vorsitzende des RSV Gütersloh Akzente weit über die Kreisgrenzen hinaus

 

Gütersloh (wot). Sein legendäres „Tock“, mit dem er als Leiter des bundesweit bekannten Straßenrennens Gütersloh– Warstein – Gütersloh der Tour-Karawane über Funk die Zeitnahme von Abständen zwischen Ausreißern und Hauptfeld ankündigte, hat sich bei allen Beteiligten in die Erinnerung eingebrannt. Nun ist seine Stimme für immer verstummt.

Günter Schiffner, eine der prägenden Figuren das Gütersloher Radsports, ist vergangenen Mittwoch im Alter von 87 Jahren verstorben.

„Er war Radsportler mit Leib und Seele, hat immer nach Lösungen gesucht und sich über Vereinsgrenzen hinweg engagiert.“ Hans-Jörg Eggert, Geschäftsführer des RSV Gütersloh, bei dem „Günni“ als 2. Vorsitzender fungierte, würdigt die besonderen Eigenschaften Schiffners. Der aus Erfurt stammende Vater von drei ebenso begeisterten wie erfolgreichen Radrennfahrern (Uwe, Peter†, Frank) hob zusammen mit dem langjährigen RSV-Vorsitzenden Engelbert Mörchen nicht nur den Radsportklassiker „GWG“ aus der Taufe. Das gelegentlich über 200 Kilometer lange Rennen erlangte Bundesligastatus und sah einen gewissen Jan Ullrich am Start. Schiffner organisierte auch das Rhedaer Abendrennen, fungierte später als Teamchef eines OWL-Bundesligateams und war als Jugendleiter Präsidiumsmitglied im Radsportverband Nordrhein-Westfalen.

Auch seinen hervorragenden Kontakten war es zu verdanken, dass der RSV Gütersloh zu einer der besten Adressen im Landesverband und darüber hinaus wurde. „Fast hätte es Günni im Jahre 1988 sogar geschafft, Rolf Aldag zu uns zu holen“, erinnert sich Hans-Jörg Eggert.

Der Malermeister war zusammen mit zwei anderen RSV-Größen, Heinz Wellerdiek und Michael Leonhardt, auch in der Gütersloher Schützengesellschaft aktiv. Seine zweite Leidenschaft gehörte der Zucht von Schäferhunden.

Mit freundlicher Freigabe von Wolfgang Temme, Neue Westfäliische

2021 08 BerndPotthoff Verdienstkreuz 1v.l.n.r.: Landrat Christoph Rüther, Gabi und Bernd Potthoff, Bürgermeister Michael Dreier

Eine besondere Ehre wurde dem ehemaligen Präsidenten des Radsportverbands Nordrhein-Westfalen und unserem Ehrenvorsitzenden zuteil. Bernhard Potthoff wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ausschlaggebend für die hohe Auszeichnung waren vor allem Potthoffs Hingabe und Leidenschaft dem Radsport gegenüber. Seit mehr als 40 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich und hat stets durch seine herausragenden Leistungen und Verdienste um das Gemeinwohl überzeugt. Potthoff setzte sich jahrzentelang auf regionaler, Landes- und Bundesebene für den Radsport ein, ohne dabei selber den Spaß am Sport zu verlieren. Er stieg selber in die Pedale, bildete aber besipielsweise auch nationale Kommissäre für den Bund Deutscher Radfahrer aus. Zudem wurde er vom BDR zum stllvertretenden Vorsitzenden des Bundessport- und Schiedsgerichtes sowie des Bundesrechtausschusses berufen.

Wir alle freuen uns über diese Auszeichnung, sagen herzlichen Glückwunsch und sind stolz auf dich - Bernd!

2021 08 BerndPotthoff Verdienstkreuz 2Bernd mit seinen beiden Nachfolgern: Thomas Peveling (li.) Präsident Radsportverband NRW und Detlef Wittenbreder (re.) Vorsitzender Radsportbezirk OWL.

SKS

Texte und Fotos aus der Neuen Westfälischen sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion. Link zu nw.de

 Florian Stork

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