Der langjährige Funktionär verstarb im Alter von 87 Jahren. Als einer der Erfinder und Leiter des national renommierten Straßenrennens Gütersloh – Warstein – Gütersloh setzte der ehemalige 2. Vorsitzende des RSV Gütersloh Akzente weit über die Kreisgrenzen hinaus

 

Gütersloh (wot). Sein legendäres „Tock“, mit dem er als Leiter des bundesweit bekannten Straßenrennens Gütersloh– Warstein – Gütersloh der Tour-Karawane über Funk die Zeitnahme von Abständen zwischen Ausreißern und Hauptfeld ankündigte, hat sich bei allen Beteiligten in die Erinnerung eingebrannt. Nun ist seine Stimme für immer verstummt.

Günter Schiffner, eine der prägenden Figuren das Gütersloher Radsports, ist vergangenen Mittwoch im Alter von 87 Jahren verstorben.

„Er war Radsportler mit Leib und Seele, hat immer nach Lösungen gesucht und sich über Vereinsgrenzen hinweg engagiert.“ Hans-Jörg Eggert, Geschäftsführer des RSV Gütersloh, bei dem „Günni“ als 2. Vorsitzender fungierte, würdigt die besonderen Eigenschaften Schiffners. Der aus Erfurt stammende Vater von drei ebenso begeisterten wie erfolgreichen Radrennfahrern (Uwe, Peter†, Frank) hob zusammen mit dem langjährigen RSV-Vorsitzenden Engelbert Mörchen nicht nur den Radsportklassiker „GWG“ aus der Taufe. Das gelegentlich über 200 Kilometer lange Rennen erlangte Bundesligastatus und sah einen gewissen Jan Ullrich am Start. Schiffner organisierte auch das Rhedaer Abendrennen, fungierte später als Teamchef eines OWL-Bundesligateams und war als Jugendleiter Präsidiumsmitglied im Radsportverband Nordrhein-Westfalen.

Auch seinen hervorragenden Kontakten war es zu verdanken, dass der RSV Gütersloh zu einer der besten Adressen im Landesverband und darüber hinaus wurde. „Fast hätte es Günni im Jahre 1988 sogar geschafft, Rolf Aldag zu uns zu holen“, erinnert sich Hans-Jörg Eggert.

Der Malermeister war zusammen mit zwei anderen RSV-Größen, Heinz Wellerdiek und Michael Leonhardt, auch in der Gütersloher Schützengesellschaft aktiv. Seine zweite Leidenschaft gehörte der Zucht von Schäferhunden.

Mit freundlicher Freigabe von Wolfgang Temme, Neue Westfäliische

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