Christoph Schweizer und sein Schrittmacher Andre Dippel wurden heute in Bielefeld vor fast ausverkauften Zuschauerrängen die neuen Deutschen Meister der Steher. Etwas überraschend schlugen sie die Vorjahressieger Schiewer/Gessler in einem technisch anspruchsvollen Finale mit heftigen Windböen, die den Fahrern das Fahren im Windschatten der Motorräder erschwerte. Dritte wurden, wie im Vorjahr, Retschke und Ehnert.

Der Tag begann mit dem kleinen Finale um die Plätze 8-13. Schon hier wurde klar, dass der Wind einen starken Einfluss haben würde. Immer wieder gerieten die Fahrer von Windböen aus unterschiedlichen Richtungen neben die Schrittmachermaschine. Hier konnte sich der Hannoveraner Hendrik Eggers mit seinem Bielefelder Schrittmacher Matthias Acker durchsetzen.

Im Großen Finale übernahm der Dresdener Harnisch schnell die Spitze. Immer wieder verlor er allerdings im Wind die Rolle seines Schrittmachers Peter Bäuerlein. So konnte der Aachener Robert Retschke schon nach 15 Minuten die Spitze des Rennens übernehmen, während Harnisch, vor zwei Wochen noch Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaft immer weiter zurückfiel und zum Schluss mit Rang vier zufrieden sein musste. Retschke hingegen fuhr an der Spitze ein gleichmäßig hohes Tempo und sah zeitweise schon wie der sichere Sieger aus. Dahinter versuchte sich Vorjahressieger Franz Schiewer aus Cottbus auf Rang zwei vorzuschieben, scheiterte dabei aber an Christoph Schweizer. Lange fuhren die ersten drei Gespanne dann mit Sicherheitsabstand hintereinander her und warteten auf einen Fehler der Anderen. Als nach 45 Minuten Fahrzeit Retschke eingangs der Zielgerade von einer heftigen Windböe erfasst wurde und so kurz die Rolle seines Schrittmachers verlor, sah Schweizers Schrittmacher Andre Dippel die große Chance und erhöhte das Tempo. Retschke hatte Mühe, das Tempo wieder aufzunehmen und so konnte nicht nur Schweizer, sondern auch Schiewer vorbeifahren. In der Folge wurde schnell klar, dass Schweizer als Einziger das hohe Tempo weiterfahren konnte, während auch Schiewer immer wieder Mühe hatte, die Böen auszugleichen. Am Ende überquerte Schweizer die Zielline nach einer Stunde mit einer halben Runde Vorsprung. Ob die Kombination des eher kleinen Schweizer hinter dem breiten Kreuz von Dippel den Ausschlag gab, ob die Bahnkenntnis seines Bielefelder Schrittmachers wichtiger war oder ob seine Beine heute einfach die Besten waren lässt sich nicht sagen. Durchgesetzt hat sich heute aber die klar stärkste Mannschaft und so bleibt wieder einmal eine Goldmedaille beim Ausrichter RC Zugvogel. Das einzige rein Bielefelder Gespann mit Moritz Kaase und Matthias Acker fuhr ein beherztes Rennen und erreichten einen 5. Platz.

 

Text / Bilder: Andreas Hildebrandt

 

 

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